Aufstellen des Anliegensatzes

Autonomie des Klienten

Bei der Aufstellung des Anliegens steht der Klient immer selber mit in der Aufstellung. Die Autonomie des Klienten hat oberste Priorität. Der Aufstellungsleiter gibt keine "besseren" Ordnungen und Positionsveränderungen vor.
Der Klient und die Stellvertreter gestalten den Prozess, der Leiter hilft zu verstehen, was abläuft und schlägt bei Bedarf prägnante Sätze vor, die der Klient zu einem Stellvertreter sagen kann.
Die Versöhnung mit den Eltern ist kein zentrales Ziel der Arbeit, aber durchaus erwünscht. Meist ist allerdings zunächst eine Abnabelung nötig, bevor es zu einer reifen Form der Versöhnung kommen kann.

Es gibt keinen "allwissenden" Therapeuten, der den Klienten auf den "richtigen" Weg bringt.
So wird eine - bei der Aufstellungsarbeit sehr häufig anzutreffende - zu große Abhängigkeit vom Leiter und eine Manipulation durch den Leiter vermieden.

Im Falle von Traumata wird die Gefahr der Retraumatisierung minimiert, weil immer nur das bearbeitet wird, was der Klient auch verkraften kann. Der Klient bleibt der "Chef" und hat einen kompetenten und geduldigen Unterstützer an seiner Seite. Der Klient bestimmt das Thema und das Tempo und weiß genau, für welche Personen oder Themen die jeweiligen Stellvertreter in der Aufstellung stehen.

Abgespaltene Persönlichkeitsanteile

Ein besonderer Schwerpunkt bei der Aufstellungsarbeit nach Prof. Dr. Franz Ruppert liegt auf der Integration abgespaltener Anteile der Persönlichkeit.
Die meisten von uns haben in ihrer Kindheit oder auch später, Situationen erlebt, die sie so nicht bewältigen konnten. Um "überleben" zu können, werden Teile der Persönlichkeit ausgeblendet und sind dem Bewusstsein nicht mehr zugänglich.
Sie auszublenden kostet die Psyche aber viel Energie und ihre ganz besondere Qualität fehlt der Gesamtpersönlichkeit.

Besonders geeignet

Eine Aufstellung des Anliegensatzes eignet sich besonders für Menschen,

  • die sich mit den systembedingten tieferen Ursachen ihrer Probleme auseinander setzen möchten
  • die nur punktuelle Unterstützung brauchen
  • die Wert auf Eigenverantwortlichkeit legen
  • die mutig genug sind, sich die tieferen Ursachen Ihrer Themen anzuschauen

Intensive Begleitung

Für Menschen, die sich eine enge individuelle Begleitung wünschen, macht es Sinn, Aufstellungen mit einer systemischen Hörtherapie zu kombinieren oder die Aufstellungen in eine Psychotherapie einzubinden. Manchmal ist es auch gut, eine Aufstellung in einem Einzelgespräch vor- und nachzubereiten.

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Wissenschaftlich fundiertes Konzept

Hinter dieser Aufstellungsmethode steht ein umfangreiches theoretisches Konzept von der Funktionsweise unserer Psyche und der Wirkweise der Aufstellungen. Auch wenn man nicht vor hat, eine eigene Aufstellung zu machen, lohnt sich die Beschäftigung mit diesem Konzept!