Kommt Ihnen das bekannt vor?

Im Säuglingsalter

  • schrilles oder kraftloses Schreien
  • Überempfindlichkeit auf bestimmte Töne
  • Schreckhaftigkeit
  • ungenügende oder keine Reaktion auf Zurufe oder Geräusche
  • ...

Im Kleinkindalter

  • verzögerte Sprachentwicklung
  • undeutliche Aussprache
  • verwaschenes "s" oder "sch"
  • Konsonantenverwechslung
  • Verzögerung im Sprachverständnis
  • Lärmempfindlichkeit
  • laute, schrille oder heisere Aussprache

Im Kindergarten

  • Kind missversteht Fragen und kommt Aufforderungen nicht nach
  • leicht ablenkbar durch Geräusche
  • Überempfindlichkeit auf Lärm (hält sich oft die Ohren zu)
  • zu Hause noch relativ ruhiges Verhalten, im Kindergarten jedoch zunehmend unruhig und aggressiv oder zurückgezogen
  • kann Geräusche nicht identifizieren, ihre Entfernung und Richtung erkennen (dadurch auch gehäufte Unfallneigung) 
  • singt falsch und hat ein schlechtes Rhythmusgefühl
  • flache, monotone Stimme
  • verwaschene, falsche Aussprache
  • Verwechslung ähnlicher Buchstaben
  • fein- und grobmotorische Unsicherheiten
  • hat Schwierigkeiten beim Einhalten von Reihenfolgen
  • wenig Selbstvertrauen

In der Schule

  • Lese- Rechtschreibschwierigkeiten
  • schwacher Wortschatz
  • Dysgrammatismus
  • Buchstabenverwechselung
  • Konzentrationsschwäche
  • leichte Ablenkbarkeit
  • Aufmerksamkeits-Defizit-Syndrom
  • mit oder ohne Hyperaktivität (Zappelphilipp oder Träumer)
  • leicht ermüdbar
  • wenig begeisterungsfähig
  • kapselt sich ab und hat kaum Freundschaften
  • schlaffe Haltung
  • Koordinationsstörungen
  • Rechts-  / Linksunsicherheit
  • Kind wirkt auf Umwelt häufig desorientiert bzw. unordentlich
  • versteht vieles nicht und muss mehrfach angesprochen werden
  • wenig Selbstvertrauen

Ich danke Dr. Dirk Beckedorf, dass ich diese Liste der Symptome von ihm übernehmen darf.

 

Es müssen nicht alle Symptome gleichzeitig auftreten

Alle diese Beobachtungen können auf eine auditive Wahrnehmungsstörung Ihres Kindes hinweisen. Auch wenn die Ohren selber gut funktionieren, kann es sein, dass das Gehörte im Gehirn nicht richtig verarbeitet wird, weil eine Störung in der Aufmerksamkeit, der Wahrnehmung, der Speicherung oder dem Verstehen vorliegt. 

Weiterhin kann das Kind sich auf Grund von traumatischen Erfahrungen ( Schwangerschafts- und Geburtskomplikationen ...) für die Begegnung und Kommunikation mit dem Leben und der Welt verschließen und das Hören bestimmter Frequenzen ausblenden. Dies zeigt sich im Hörprofil. Und wird durch die Hörtherapie positiv beeinflusst.

Das Ungeborenen ist schon im fünften Schwangerschaftsmonat fähig zu hören. Über das Ohr nimmt der kleine Mensch schon sehr früh Kontakt zur Mutter und damit zur Welt auf.

Die auditive Wahrnehmung hat eine besondere Bedeutung für die kindliche Entwicklung.
Raumorientierung, Körpergefühl, Spielverhalten, Sprachentwicklung sowie das Kommunikationsverhalten
werden von ihr beeinflusst.

Eine auditive Wahrnehmungsstörung beeinträchtigt die Gesamtentwicklung Ihres Kindes.

Umgekehrt kann über das Ohr und die systemische Hörtherapie die gesamte Entwicklung des Kindes positiv beeinfusst werden.

Ich höre, also bin ich!

Dieser Satz von Joachim-Ernst Behrendt, bekannter Autor des Radio-Features Nada Brahma- Die Welt ist Klang, verdeutlicht die enge Verknüpfung zwischen unserem Hörsinn und unserem Seinsgefühl. Beide bedingen sich wechselseitig.
Die Spannung des Trommelfelles im Ohr korrespondiert unmittelbar mit der Körperspannung.
Seelische Themen zeigen sich in bestimmten Frequenzen, die schlechter gehört werden.
Das Verhältnis vom Hören über die Knochen- oder die Luftleitung spiegelt die Bereitschaft des Kindes, sich auf die Welt einzulassen.
Die Ausreifung des Hörsinnes geht Hand in Hand mit der seelischen Entwicklung des Kindes.
Die Durchführung einer systemischen Hörtherapie bei einem Kind zeigt oft ähnliche Veränderungen der Motorik wie eine Psychomotorische Behandlung.

Ohrlaub für Mutter und Kind

Das Hören von Tomatis- Musik während der Schwangerschaft führt meist zu einer leichteren Geburt, verbessert die Mutter-Kind-Beziehung und verschafft dem Neugeborenen einen optimalen Start ins Leben.
Als kleine "Zugabe" dienen die von der Mutter während des Ohrlaubs gehörten Musikstücke nach der Geburt der leichten Beruhigung des Säuglings.

Störungen in der Mutter-Kind-Bindung,

welche beispielsweise durch eine schwierige Geburt, durch eine schwierige Kindheit der Mutter oder durch eine belastete familiäre Situation, bedingt sein kann, zeigt sich im Hörverhalten des Kindes und lässt sich sehr gut über eine systemische Hörtherapie beeinflussen. Mutter und Kind bekommen sozusagen eine zweite Chance miteinander. So können viele spätere Probleme mit wenig Aufwand verhindert werden.